Das WWW wächst – es wird eng im Netz

Seit der Erfindung von Auto und dem Fernsehen hat wohl kaum eine technische Innovation das alltägliche Leben so stark verändert wie das Internet. Und ein Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht in Sicht: Das Netz gewinnt täglich mehr Nutzer, und gleichzeitig sprießen immer mehr neue Websites und Online-Angebote aus dem Boden. Das ist zwar einerseits Grund zur Freude für alle, die das WWW nutzen, bringt aber auch einige Probleme mit sich, die gelöst werden wollen.

Mehr Nutzer, mehr Angebote

90% aller Deutschen nutzen mittlerweile zumindest gelegentlich das Internet, über 70% sind sogar täglich online. Das zeigen die Ergebnisse der ARD/ZDF Onlinestudie 2017. Da die Umfrage, auf der die Studie basiert, im Zeitraum von Januar bis April 2017 durchgeführt wurde, darf man getrost davon ausgehen, dass die Anzahl der Nutzer heute sogar noch höher ist – der Trend geht klar in Richtung „Vollvernetzung“.

Fast genauso umfangreich wie die Nutzerschaft des WWW ist die Anzahl der abrufbaren Inhalte. Laut der Internetstatistik-Seite internetlivestats.com sind aktuell über 1,2 Milliarden Websites online, und ständig werden es mehr. Das wird langsam zum Problem, denn mittlerweile sind kaum noch gute Domains und Adressen frei.

Adressenknappheit und Energieverbrauch

Allerdings gibt es für diesen Umstand bereits mehrere Lösungsansätze: Zum einen existieren mittlerweile neben den bekannten .com-, .de- oder .net-Domainendungen etwa 800 neue Top-Level-Domains, von .berlin bis .hotel. Zusätzlich hat man sich auch für den Bereich vor der Domainendung etwas einfallen lassen: Neben herkömmlichen Text-URLs sind inzwischen sogar Emoji-URLs möglich. Über die Sinnhaftigkeit einer solchen Webadresse lässt sich sicherlich streiten, mehr Optionen können jedoch nicht schaden.

Nun beschränkt sich die Internetnutzung aber längst nicht mehr nur auf das pure Abrufen von Websiteinhalten. Video- und Audiostreaming sowie Online-Datenspeicherung und Cloud-Computing werden nicht nur immer beliebter, sondern beanspruchen auch die Netzinfrastruktur wesentlich stärker. Die zu verarbeitenden Datenmengen sind bei solchen Anwendungen um ein Vielfaches höher. Das führt dazu, dass immer mehr Server benötigt werden, um dem Bedarf gerecht zu werden – in der Folge hat sich das Netz zu einem gigantischen Stromfresser entwickelt – eine der Schattenseiten des digitalen Zeitalters.

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