Die neuen Stars der Software-Welt: Apps

iPhone Apps

Wenn etwas existiert, gibt es auch eine App dafür. Für so gut wie jeden denkbaren Aufgabenbereich gibt es mittlerweile mindestens eins der schlanken Programme für Smartphone und Tablet. Der Aufstieg der Apps kommt dabei nicht von ungefähr. Denn es profitieren sowohl die Hersteller als auch die Endkunden, was auch an dem Businessmodell liegt, das sich auf dem App-Markt bewährt hat.

Riesige Auswahl – Apps wie Sand am Meer

Um sich die Dimensionen der App-Manie vor Augen zu führen, reicht ein Blick auf die verfügbare Anzahl der Apps und die Downloadmenge: Im größten Appstore, dem Google Playstore, sind Stand Oktober 2017 über 3,3 Millionen unterschiedliche Apps gelistet, in Apples Appstore 2,2 Millionen und in Amazons App-Angebot, das ebenso wie Googles Store auf Android-Apps spezialisiert ist, immerhin 600.000.

Und es ist keineswegs so, dass all diese Apps unbeachtet von der Kundschaft in den Stores vor sich hin dümpeln würden: So werden Nutzer Prognosen zufolge allein 2017 über 250 Milliarden (!) Mal den „Download“-Button drücken, um sich eine App herunterzuladen.

Das Gros dieser Downloads entfällt zwar auf kostenlose Apps, doch das heißt nicht, dass mit diesen Apps kein Geld verdient wird. Das exakte Gegenteil ist der Fall, vor allem Gratis-Apps sind nämlich wahre Gelddruckmaschinen.

Das Win-Win-Businessmodell

Im Gegensatz zum klassischen „erst kaufen, dann nutzen“-Modell werden bei Apps die meisten Umsätze und Gewinne mit In-App-Käufen erzielt. Die App selbst ist kostenlos, bei Gefallen kann der Endkunde aber weitere Features und Verbesserungen gegen Entgelt hinzukaufen.

Besonders lukrativ sind in dieser Hinsicht Spiele-Apps fürs Handy, die neben den Appstores auch auf auf Gaming spezialisierten Portalen zu finden sind. Hier hat sich für das gängige Businessmodell die Bezeichnung „Free2Play“ durchgesetzt. Will heißen: Der Download und das Grundspiel sind kostenlos, die Spieler können aber für Geld zusätzliche Inhalte in Form von neuen Levels, Charakteren oder auch Spielressourcen hinzukaufen. Beim Smartphone-Free2Play-Hit Pokémon Go wurden auf diese Weise 200 Millionen Dollar umgesetzt – innerhalb der ersten vier Wochen nach Release!

Ein alternativer Ansatz bei Apps, die sich auf ein Feature beschränken und somit kaum Spielraum für In-App-Käufe liefern, ist die Finanzierung über Werbeeinblendungen – diese kann der Nutzer ausschalten, indem er ein kostenpflichtiges Update erwirbt. Diese neuen Finanzierungsansätze haben Vorteile für beide Seiten: Kunden können Apps unverbindlich testen und dann entscheiden, ob sie Geld zahlen wollen. Die Hersteller profitieren dadurch, dass auf diese Weise mehr Nutzer ihre Produkte ausprobieren – und am Ende auch kaufen.

Bildrechte: Flickr #app Eduardo García Cruz CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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